Basel auf dem Weg zur 2000-Watt-Gesellschaft

Das Label «Energiestadt auf dem Weg zur 2000-Watt-Gesellschaft» erhalten Gemeinden und Städte, die bereits die Auszeichnung Energiestadt GOLD tragen und die darüber hinaus weitere Anstrengungen unternehmen, um die Ziele der 2000-Watt-Gesellschaft zu erreichen.

Basel bekennt sich seit Jahren zur Vision der 2000-Watt-Gesellschaft und bündelt entsprechend die energiepolitischen Aktivitäten. Der Kanton setzt insbesondere Anreize in den Bereichen Bauen und Mobilität und nimmt bei der Umsetzung eine Vorbildrolle wahr, zum Beispiel mit dem Projekt «Klimaneutrale Verwaltung».

Es sind 18 2000-Watt-Kriterien, die eine Gemeinde erfüllen muss, um das Label «Energiestadt auf dem Weg zur 2000-Watt-Gesellschaft» zu erhalten. Basel zertifiziert sich mit folgenden Errungenschaften:

  1. Label Energiestadt: Basel ist Energiestadt GOLD seit 2006 und erhielt 2014 zum 3. Mal das GOLD-Label.
  2. Verankerung der 2000-Watt-Gesellschaft: Basel bekennt sich seit Jahren zur 2000-Watt-Gesellschaft.
  3. Leuchtturm der 2000-Watt-Gesellschaft: Basel war und ist die erste Pilotregion der 2000-Watt-Gesellschaft von Novatlantis (ETH-Bereich).
  4. Kommunikation: Basel nutzt unterschiedliche Kanäle (Website, Printmedien etc.), um über die 2000-Watt-Ziele zu informieren.
  5. Energiebuchhaltung für öffentliche Gebäude: Es wird eine vorbildliche Energiebuchhaltung mit monatlichen Ablesungen geführt.
  6. Sanierungskonzept für öffentliche Gebäude: Der Gebäudebestand wird entsprechend dem Konzept «Klimaneutrale Verwaltung» systematisch verbessert. Für nicht-wirtschaftliche Massnahmen besteht ein Kredit von 33 Mio. Franken.
  7. Gebäudestandard für öffentliche Gebäude: Die Regierung hat den Gebäudestandard 2008 beschlossen. Die Vorgaben werden konsequent umgesetzt.
  8. Effiziente öffentliche Beleuchtung: Die Beleuchtung wird fortlaufen optimiert: 64,8 % Natrium Hochdampf, 9,5 % Metallhalogendampf, 3,1 % Fluoreszenz, 3,1 % LED, 24,3 % Sonstige. 0 % Quecksilberdampf.
  9. Kommunales 2000-Watt-Konzept: Im Jahr 2011 wurde die Studie «Basel auf dem Weg zur 2000-Watt-Gesellschaft» erstellt. Ein Absenkpfad ist definiert.
  10. Energiepolitische Massnahmenplanung: Führungsinstrument ist der 4-Jahres-Legislaturplan. Die energiepolitische Erfolgskontrolle erfolgt auf Basis des Massnahmenkatalogs Energiestadt.
  11. Monitoring und Erfolgskontrolle: Der Nachhaltigkeitsbericht Basel-Stadt 2013 (S.44) enthält eine vollständige Energie- und CO2-Statistik.
  12. Energieplanung: Bis 2020 lautet das Ziel 80 % erneuerbare Wärme. Alle wesentlichen Abwärmequellen werden umfassend genutzt.
  13. Kommunale erneuerbare Energieproduktion: Der Anteil der erneuerbaren Energien für Strom und Wärme steigt in Basel stetig.
  14. Stromversorgung < 40 % nicht-erneuerbar: Seit 2009 stammt 100 % des durch die IWB abgesetzten Stroms aus erneuerbaren Energiequellen.
  15. Wärmeversorgung < 85 % nicht-erneuerbar: Bei der Gesamtenergie wird mit 34 % erneuerbar die Vorgabe jedoch weit übertroffen.
  16. Nachhaltige Mobilitätsplanung: Basel verfügt über einen Richtplan für eine nachhaltige Mobilität.
  17. Innere Verdichtung: Zur Schaffung von Raum für neue Wohnungen werden Potenziale im bestehenden Siedlungsgebiet genutzt (Richtplan Siedlung/Wohnen).
  18. Bekannte Defizite: Die Stadt Basel kennt die Effizienzpotenziale und will diese gezielt angehen.

Faktenblatt Basel 2000-Watt-Pioniergemeinde (2014), PDF, 1.1 MB, nicht barrierefrei