Die 2000-Watt-Formel

Eine Grafik bildet das energiepolitische Modell der 2000-Watt-Gesellschaft ab.

Die 2000-Watt-Gesellschaft ist ein erreichbares Ziel. Eine Analyse von Forschern der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich hat ergeben, dass der Alltag in Westeuropa auch mit weniger als einem Drittel der heute zur Verfügung stehenden Energie bestritten werden kann. Sofern unsere Infrastrukturen energieeffizient sind und wir unser Konsumverhalten anpassen.

Der Mensch braucht im globalen Durchschnitt rund 17500 kWh pro Jahr. Das ergibt eine kontinuierliche Leistung von rund 2000 Watt für sämtliche Aktivitäten wie Wohnen, Arbeiten, Verkehr etc. In Europa beträgt diese Leistung rund 6000 Watt pro Person, in der Schweiz im Durchschnitt etwas mehr, in Basel sind es weniger (4000 Watt). In anderen, vorwiegend asiatischen und afrikanischen Ländern ist es nur gerade ein Bruchteil davon, in Industrieländer hingegen zum Teil viel mehr.

Der Begriff der 2000-Watt-Gesellschaft steht für den Vorsatz, den Leistungsbedarf in industrialisierten Ländern pro Kopf und Jahr stetig auf 2000 Watt zu senken – und ihn gleichzeitig in anderen Ländern auf dieses Niveau zu steigern, so dass wir weltweit ungefähr gleich viel Energie brauchen und weltweit in ähnlichem Komfort leben können.

In der Schweiz bedeutet dieses Ziel eine Senkung des Energieverbrauchs um etwas mehr als zwei Drittel pro Person und Jahr. Die Senkung des Energiebedarfs ist das eine Ziel; das andere ist die Reduktion des Anteils an fossilen Energieträgern auf 500 Watt pro Person. Denn der Hauptanteil der verbrauchten Energie stammt heute aus fossilen Energieträgern und ist damit auch verantwortlich für den CO2 Ausstoss mit dem einhergehenden Klimawandel.

Drei Viertel des Energiebedarfs - also 1500 Watt – will der Kanton Basel-Stadt mit erneuerbaren Energien decken. Dadurch lassen sich die CO2-Emissionen so weit reduzieren, dass das Ziel von einer Tonne CO2eq-Ausstoss pro Kopf und Jahr erreichbar wird.